Leder ist ein Naturprodukt, welches enorme Mengen von Feuchtigkeit absorbiert und wieder abgibt. Je besser ein Leder gepflegt wird, desto länger behält es seine Eigenschaften. Hinzukommt, dass das Leder viel besser gegen Verschmutzung geschützt ist.
Es besteht grosse Verwirrung über einige grundlegende Sachverhalte und wir möchten dazu beitragen, diese Verwirrung zu klären. Um unsere Produkte korrekt anwenden zu können, ist es entscheidend, dass die Lederart richtig identifiziert wird. Es gibt drei grundlegende Kategorien von Ledern: Anilinleder (Code A) Nubukleder (Code N) und pigmentiertes Leder (Code P).
Anilinleder Code (A)
Anilinleder (A): auch als natürliches, reines, nacktes oder ungeschütztes Leder bezeichnet. Diese Lederarten sind mit transparenten Farbstoffen gefärbt. Das bedeutet, dass Sie die eigentliche Zeichnung oder Narbung der Oberfläche sehen können. Es ist, als ob man durch eine gefärbte Linse sieht. Auf diesem Leder wurde nur wenig oder gar keine Schutzbehandlung verarbeitet. Meist wird nur ein dünner Wachsfilm auf die Oberfläche gesprüht, der nur kurzfristig eine wasserabstossende Wirkung erzielt. Die Art wie dieses Leder hergestellt wird ist je nach Gerberei unterschiedlich.
Idenitifizierung von Anilinleder:
Zuerst müssen wir feststellen, ob die Oberfläche gebürstet wurde oder nicht. Gebürstete Anilinleder wiesen eine samtartige Oberfläche auf.
1) Kratzen Sie an einer nicht sichtbaren Stelle (Unterseite) an der Oberfläche des Leders. Hinterlässt dies einen Kratzer von hellerer Farbe, handelt es sich um Anilinleder.
2) Feuchten Sie Ihre Finger an und und reiben Sie damit leicht am Leder. Es muss leicht dunkler werden, aber ohne sichtbare Spuren wieder trocknen.
Nubukleder Code (N)
Nubukleder (N): auch als Leder mit Alterungseffekt, Bomber- oder Wildleder bezeichnet. Bei diesem Leder handelt es sich eigentlich um Anilin-Leder, bei dem die Oberfläche gebürstet wurde um eine samtähnliche Struktur zu erzielen. Anilinleder wird oft mit Wildleder verwechselt. Bei Wildleder handelt es sich um die dem Fleisch zugewandte Seite eines Lederstücks, während Nubuk einen Effekt verkörpert, der durch Einwirkung auf der Narbenseite hervorgerufen wird und das Leder unglaublich weich macht. Durch das Bürsten wird das Leder noch saugfähiger als Anilinleder. Daher ist es schwierig, diese beiden Lederarten voneinander zu unterscheiden. Am schwierigsten sind Lederarten mit Alterungseffekt oder Leder auf welcher eine wachshaltige Veredelung aufgebracht wurde zu identifizieren.
Identifizierung von Nubukleder:
1) Bewegen Sie Ihre Hand über die Oberfläche und wenn dies Schattenspuren hervorruft, handelt es sich um Nubukleder.
2) Feuchten Sie ihre Finger an und reiben Sie dann leicht an der Oberfläche. Die Oberfläche wird dunkler und auch zu einem leicht dunkleren Farbton trocknen. 3) Bei gewachsten Oberflächen reiben Sie mit einem Schwamm mehrmals an einer nicht sichtbaren Stelle (Unterseite). Dies entfernt die Wachsschicht, so dass Sie die Punkte 1 und 2 testen können.
Pigmentiertes Leder Code (P)
Pigmentiertes Leder (P): auch als zugerichtetes, Halb-Anilin-, Gebrauchs-, pgmentiertes oder bemaltes Leder bezeichnet. Diese Lederarten haben die Eigenschaften von unbehandeltem Leder und werden in verschiedensten Varianten angeboten. Die Pigmentierung wird auf der Oberfläche aufgetragen und dann eine Veredelung aufgebracht, welche das Leder widerstandsfähiger macht. Allerdings wird dadurch die Weichheit und der Berührungseffekt ein wenig beeinträchtigt, je stärker das Leder pigmentiert wird. Helle Leder brauchen mehr Pigmente als dunkle und für hohe Beanspruchung (z.B. im Auto) sind stärkere Aufträge erforderlich. Pigmentiertes oder geschütztes Leder (protected) ist das gebräuchlichste Leder und für die Konsumenten das praktischste.
Identifizierung von pigmentiertem Leder:
1) Kratzen Sie an einer nicht sichtbaren Stelle (Unterseite) an der Oberfläche des Leders. Wenn die Farbe durch den Kratzer nicht heller wird handelt es sich um pigmentiertes Leder.
2) Benutzen Sie den Leather Soft Cleaner und reinigen Sie das Leder. Der Reiniger sollte auf der Veredelungsschicht bleiben und das Leder nicht dunkler werden lassen.
3) Die Oberfläche sollte einen leichten Glanz erhalten.